Die etwas andere Partei (Financial Times Deutschland)

FREITAG, 4. MAI 2007
FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND
KOMMENTAR

Die Hisbollah, die sich als Sieger des Krieges gegen Israel sieht, ist auch in Deutschland aktiv. Es wird Zeit, dass
die Bundesregierung der „Partei Gottes“ die Ruhe- und Propagandaräume entzieht VON ALEXANDER RITZMANN

Die libanesische Hisbollah („Partei Gottes“) ist in Feierlaune. In Jerusalem hat
die unabhängige Winograd-Untersuchungskommission gerade Israels Führungsspitze Unfähigkeit und Überheblichkeit während des zweiten Libanonkriegs im vergangenen Sommer vorgeworfen. Die Hisbollah dagegen forciert im Libanon die innenpolitische Konfrontation und bereitet sich mit iranischer Unterstützung auf eine neue Kampfrunde mit Israel vor.

Und sie macht sich endlich ehrlich. Am 15. April erklärte Naim Kassam, Vizechef der Hisbollah, im iranischen Fernsehsender al- Kawthar erstmals offiziell, dass alle Selbstmordattentate, Entführungen und Raketenangriffe einer Genehmigung
durch den „geistigen Führer“ in Teheran bedürfen. Das ist eine erstaunliche Aussage. Bisher hatte die Hisbollah ihre operative Unabhängigkeit von Teheran
betont, obwohl sie 1982 von iranischen Revolutionsgarden gegründet
und bis heute mit geschätzt 25 Mio. $ monatlich finanziert wird.

Die Hisbollah ist seit über 20 Jahren auch in Deutschland aktiv. In den späten 90er-Jahren hat sie den Braunschweiger Islamkonvertit Steven Smyrek rekrutiert und im Libanon zum Selbstmordattentäter ausgebildet. Seit den 80er-Jahren
hat sie mehr als 80 Bürger westlicher Staaten entführt und im Libanon, in Israel, Europa und Südamerika Hunderte getötet. Seit Jahren finanziert und trainiert sie
Terrororganisationen wie Hamas und Islamischer Dschihad. Weiterlesen „Die etwas andere Partei (Financial Times Deutschland)“

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Hezbollah’s German Helpers (Wall Street Journal Europe)

Wall Street Journal Europe

April 17, 2007

Hezbollah’s German Helpers

By ALEXANDER RITZMANN and MARK DUBOWITZ
April 17, 2007

Hezbollah arrived in the European Union back in the 1980s, along with refugees from the civil war in Lebanon. Despite its deadly track record and a 2005 European Parliament resolution recommending the banning of the Iranian-funded group, it is still legal on the Continent. France, Spain, Belgium and Sweden prevent the EU from jointly designating Hezbollah as a terrorist organization.

Holding currently both the E.U. and G-8 presidencies, Berlin would be in a strong position to head the fight against an organization dedicated to the destruction of Israel and the replacement of Lebanon’s fragile democracy with a Tehran-backed Islamic state. So far, however, Germany has squandered this unique opportunity to push for a Hezbollah ban. Berlin’s passivity is consistent with its tolerant approach toward the „Party of God“ over the past two decades. Weiterlesen „Hezbollah’s German Helpers (Wall Street Journal Europe)“

Gehirnwäsche durch Hass-Fernsehen (Die Welt)

Die Welt
2. Januar 2007, 00:00 Uhr
Von Alexander Ritzmann

Wer nachforscht, wie junge Muslime in Deutschland radikalisiert werden, stößt schnell auf arabische TV-Sender und Internetangebote, die antisemitische Hetze in die Welt tragen. Andere Länder blockieren diese Medien recht effektiv. Der FDP-Politiker Alexander Ritzmann fragt, wie lange die Bundesregierung dem extremistischen Treiben hierzulande noch zusehen will.

Wie werden junge Muslime in Deutschland eigentlich radikalisiert? Wie kommt es, dass 20-jährige Libanesen und Palästinenser, die hier aufgewachsen sind, zu Antisemiten, Verächtern westlicher Demokratien und potenziellen Terroristen werden? Die Gehirnwäsche findet in erster Linie durch sogenannte Hass-Prediger, im Internet und durchs Fernsehen statt.
Während der Gesetzgeber in Deutschland gegenüber extremistischen Predigern weiträumige Handlungsmöglichkeiten hat, kann das Internet nicht wirksam kontrolliert werden. Dabei bietet es bisher weitgehend ungenutzte Möglichkeiten zur Aufklärung, Auseinandersetzung und Sabotage islamistischer Hass-Propaganda. Weiterlesen „Gehirnwäsche durch Hass-Fernsehen (Die Welt)“